Arbeitssieg in Bocholt

Sonntag, den 01. Oktober 2017 um 06:44 Uhr

USC-Herren bleiben in Bundesliga nach 3:2 weiter ungeschlagen

Die Braunschweiger Bundesliga-Volleyballer bleiben auch in ihrer dritten Begegnung unbesiegt:: 3:2 (23:25, 25:20, 17:25, 28:26, 15:11) bezwang das Team von Trainer Markus Weber den TuB Bocholt.

Selbst eingefleischte Fans der Volleyballer des USC dürften sich kaum an einen besseren Saisonstart erinnern. Dritter Spieltag, drei Siege, acht Punkte auf dem Konto – und dennoch ist bei den Löwenstädtern niemand gewillt, dies zu überziehen. Markus Weber, Bankkaufmann und seit über 30 Jahren im Trainergeschäft, weiß, dass so ein Guthaben in schlechten Zeiten Gold wert sein kann. „Das sind acht Punkte für den Klassenerhalt“, führte er nüchtern aus.

Für den Moment wirkt die Präsenz im Spitzendrittel der Tabelle aber erst einmal wie Balsam für Braunschweiger Seelen nach drei Jahren Abstiegskampf von Anfang an. Auch wenn in Bocholt am Ende zwei Stunden harte Arbeit hinter und noch viele Partien vor dem USC liegen.

„Die Jungs haben sich vor allem in Satz fünf nicht aus dem Konzept bringen lassen. Da haben wir schon ganz Anderes erlebt“, meinte Weber. Bocholt hatte im letzten Durchgang bis zum 10:9 immer einen Punkt Vorsprung, bis sich die Braunschweiger ein wenig absetzen konnten. In der Hektik kurz nach dem Abpfiff unterschlug Weber in seinem Bericht sogar einen abgewehrten Matchball. Ansonsten hätte sein Team die fünfstündige Heimreise nach vier Sätzen ohne einen Punkt antreten müssen.

Das Spiel, so Weber weiter, sei von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt gewesen: „Die Sätze hat jeweils derjenige gewonnen, der weniger davon gemacht hat.“ Glück für die Braunschweiger, das ihnen eine „starke Bank“ zur Verfügung stand. So löste etwa Nils Schnalke kurzfristig seinen Libero-Kollegen Simon Kraftschick ab. Und auch die Zuspieler Alexander Abramov und Hendrik Ahlborn ergänzten sich.

Im Spiel dem anderen eine Pause gegönnt, pausiert nun das gesamte Team, zumindest was den Punktspielbetrieb betrifft. Der Verband hat anlässlich des Supercups, wo die letztjährigen Meister und Pokalsieger aufeinander treffen, keine weiteren Spiele angesetzt. Die Braunschweiger werden die Zeit nutzen, um zahlreiche kleinere Verletzungen auszukurieren. Aber auch dazu, um ein wenig die Aussicht von einem Spitzenplatz der genießen. Dies – soviel als Service für die eingefleischten Fans – ist dem USC seit der Saison 2008 / 2009 nicht mehr vergönnt gewesen.

 

Derbysieg für USC

Sonntag, den 24. September 2017 um 09:05 Uhr

Beim 3:1 Erfolg gegen Schüttorf offenbaren die Braunschweiger neben neu gewonnener Stärke auch ungewohnte Einsichten in die Frage: „Was ziehe ich an?“

Der USC Braunschweig feiert eine fast perfekte Heimpremiere: 3:1 (25:18, 16:25, 25:20, 27:25) besiegten die Schützlinge von Trainer Markus Weber den FC Schüttorf 09 am Samstag im Niedersachsenderby.

Zweiter Spieltag. Kein Zeitpunkt, um Geschichte zu schreiben. Aber um Geschichten zu erzählen. Volker Ernst kennt eine davon nur all zu genau: „In meiner Zeit als Manager für den USC in der Bundesliga haben wir die ersten Spiele der Saison noch nie gewonnen.“ Was folgte, waren oft „Geschichten zum Gruseln“ mit Happy End. Regelmäßig begann das große Bangen um den Ligaverbleib bereits mit den ersten Spieltagen, um dann kurz vor Schluss „das Letzte“, sprich: den Abstieg aus der Bundesliga, zu vermeiden.

Sein Team ist auf dem besten Weg in dieser Saison schon am Anfang Schluss damit zu machen und frühzeitig Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Nach dem Auftakterfolg in Hürth, bewies der USC dabei auch daheim neu gewonnenes Selbstvertrauen. „Schüttorf hat eine starke Mannschaft, auf die wir uns aber sehr gut einstellen konnten“, erklärte Trainer Markus Weber den Erfolg. Mit Aufschlägen setzten die Löwenstädter den Gegner unter Druck. Schüttorf, bekannt für sein schnelles Angriffsspiel auf allen Positionen, gelang es dadurch nie, den eigenen Rhythmus zu finden. Was folgte waren oft hohe Pässe auf die Außenpositionen, gegen die die Gastgeber mit einem passablen Block und der besseren Feldverteidigung reichlich Gegenmittel hatten.

Lediglich in Satz zwei begannen wieder die alten Geschichten, als trotz mahnender Worte von Mittelblocker Moritz Angele, das ganze Gebäude wieder einzustürzen drohte. Angele, der wegen einer Armverletzung nur zuschauen durfte und das als schwerer als jedes Spiel empfand, beklagte alte Untugenden, wie Diskussionen um Schiedsrichter-Entscheidungen. „Konzentriert Euch endlich aufs Spiel“, machte er seinem Unmut über Spiel und Zwangspause lautstark Luft. Schüttorf hatte da mit einem 25:16 Satzerfolg gerade wieder Mut geschöpft.

Angeles Worten musste das Trainer-Team nicht viel hinzufügen, wechselte dennoch im Zuspiel und brachte Hendrik Ahlborn. Der sollte am Ende nicht nur als Most Valuable Player ausgezeichnet werden, sondern gleich ein eher unbekanntes Kapitel in der Chronik des Clubs aufschlagen. Der USC befreite sich aus einem bis auf die obersten Ränge der Tunica-Halle sicht- und spürbaren Tief – was in der Vergangenheit niemals als Tugend Platz in den Geschichtsbüchern hätte finden dürfen. Selbst in Satz vier, wo ein umkämpfter Ballwechsel den nächsten jagte, ließen sich die Gastgeber nicht beirren und verbuchten ein 27:25 und damit die nächsten drei Punkte für sich.

Trainer Weber warb im Anschluss für Besonnenheit und harte Arbeit: „Für mich ist das nur ein Anfang, nicht mehr.“ Wie ernst er das meinte, merkte sein Team, das mit Blick auf das lange Feiertagswochenende auf einen Tag trainingsfrei gehofft hatte, spätestens, als er seine erfolgreichen Bemühungen um Hallenöffnung am Tag der deutschen Einheit bekannt gab.

Mit einem Augenzwinkern fügte Weber dem erfolgreichen Spieltag aber eine weitere Geschichte hinzu: Was Udo Lattek sein Pullover war, verortete der Coach ein paar Etagen tiefer und wies, wie die Fußball-Trainerlegende, auf die hohe Bedeutung von Textilien im Leistungssport hin. Sein Team lief, wie schon in Hürth, im daheim ungewohnten Blau auf. Und seine Socken, so der Cheftrainer, habe er nach dem Punktgewinn im Rheinland nur gewaschen, aber nicht gewechselt.

Aktualisiert ( Sonntag, den 24. September 2017 um 09:21 Uhr )
 

USC mit "weißer Weste" nach Westen

Freitag, den 29. September 2017 um 05:04 Uhr

Gastgeber TuB Bocholt steht am Samstag unter Zugzwang

Die USC Karawane zieht erneut ins Rheinland. Der dortige Gastgeber vom TuB Bocholt steht nach zwei Niederlagen daheim unter Zugzwang, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien.

Die ‚TuB-Schrauber‘, wie sich die Bocholter Volleyballer nennen, haben einen echten Königstransfer gelandet. Lennart Bevers kommt aus der Bundesliga und soll mit seiner Erfahrung vor allem in Annahme und Feldverteidigung eine große Bereicherung werden. Ebenfalls für diesen Bereich wechselte mit Nick Niemiec vom Ligakonkurrenten Moerser SC ein US-Amerikaner nach Bocholt. „Der Star ist das Team und das kann sich, wie im letzten Jahr, wieder an jede Situation und jeden Gegner anpassen. Wir sind weiterhin schwer auszurechnen“, sagt der sportliche Leiter Sven Böhme. An der Seitenlinie steht nun der erfahrene Trainer Henk Goor, der als akribischer Arbeiter den Spielstil des Teams und die Leistung jedes einzelnen Spielers weiterentwickeln soll.

Die Arbeit zahlte sich jedoch erst in Spiel Nr. 3 richtig aus, als die Bocholter in Bitterfeld mit 3:2 gewannen. Zuvor waren die Begegnungen gegen Berlin und Mitteldeutschland zu Hause verloren gegangen. Ganz im Gegensatz zu den Braunschweigern um Kapitän Johannes Gottschall. Die feierten den besten Saisonstart seit Jahren und siegten bereits zwei Mal.

„In Bocholt wollen wir den Saisonstart perfekt machen und uns nach unten absichern“, gibt Trainer Markus Weber die Devise aus, der zuletzt ein paar Personalsorgen meistern musste. Mittelblocker Moritz Angele laboriert noch an einer Armverletzung. Außenangreifer Bastian Ebeling musste am Mittwoch das Training wegen Schmerzen im Oberschenkel vorzeitig beenden. Zu allem Unglück erkältete sich auch noch Neuzugang Matthis Horstjan schwer und konnte nicht die komplette Vorbereitung auf das Match im Rheinland mitmachen.

Der Kader, so Weber, sei aber so ausgeglichen, dass die Probleme gemeistert werden könnten. So würden bis auf Moritz Angele alle Spieler an den Start gehen. Spielbeginn in Bocholt ist am Samstag um 19 Uhr. Fans können das Spiel am Live Ticker der Volleyball Bundesliga mitverfolgen http://www.vbl-ticker.de/2blnm

 

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