Essen schmeckt dem USC schlecht

Sonntag, den 19. November 2017 um 07:51 Uhr

Weber-Team scheitert bei 1:3 Niederlage an überragender Feldverteidigung der Gäste


Der USC Braunschweig läuft auch im fünften Spiel in Folge dem Erfolg hinterher. 3:1 verloren die Löwenstädter am Samstag in der Tunica-Halle gegen den VV Humann Essen.

Mannschaftskapitän Hannes Gottschall hatte schon vor dem Match gewarnt: „Die Essener machen kaum Fehler. Das liegt uns nicht unbedingt“ - und lag damit goldrichtig. Dabei hatten die Gastgeber den Gegner im ersten Satz regelrecht dominiert. „Unsere Aufschlagtaktik ging auf und in der Folge hat unser Block ganze Arbeit geleistet“, analysierte Trainer Markus Weber. Essen scheiterte ein ums andere Mal spektakulär am Braunschweiger Block, so dass Stammzuspieler Brar Ketelsen die Ideen auszugehen schienen.

Der folgerichtige Wechsel mit Thomas Wojtczak machte sich für die Westfalen bezahlt. Dieser hatte stets das „richtige Händchen“ für den erfolgreichen Angreifer. Dazu bissen sich die Braunschweiger an der Feldabwehr des Tabellenfünften die Zähne aus, was USC-Mittelblock Börge Albers zu der Bemerkung veranlasste, dass Essen ab Satz zwei wieder „wie Essen“ gespielt habe – und spielte damit auf die in der Liga „berüchtigten“ Essener Tugenden wie überragenden Kampfgeist mit schwer zu überwindende Feldabwehr an.

Die Hausherren gaben das Heft aus der Hand. 19:25 hieß es in Satz zwei für die eher klein gewachsenen Gäste, denen die körperliche Unterlegenheit aber kein Hindernis war.

Für Braunschweig begann dagegen ein Hürdenlauf: Ganz gleich ob Annahme, Block oder Feldabwehr, Essen schien stets den längeren Atem zu haben. Beim 23:25 in Satz drei zeigte das Heim-Team zumindest Moral, kämpfte sich in der Endphase trotz hohen Rückstands heran.

Ähnliches Bild in Satz vier: Essen führte lange, Braunschweig holte in der Schlussphase auf – und ging dann doch leer aus, weil die Essener Feldabwehr einen Glanztag erwischt hatte und im Angriff nach Verteidigungsaktionen nicht zu halten war.

Für den USC geht es nun am kommenden Wochenende nach Warnemünde. Der Aufsteiger steht nach einer 1:3 Niederlage gegen Bitterfeld mit dem Rücken zur Wand. Braunschweigs Coach Weber warnte deshalb davor, nur auf den Tabellenstand zu schielen: „Wir müssen erst einmal eigene Fehler abstellen, und uns nicht schon nach einem gewonnenen Satz in Sicherheit wiegen.“

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 19. November 2017 um 08:06 Uhr
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