Drama in fünf Akten

Sonntag, den 03. Dezember 2017 um 07:10 Uhr

USC Braunschweig ringt starke Gäste aus Delbrück daheim mit 3:2 nieder


Der USC Braunschweig bleibt in der Volleyball-Bundesliga in der Erfolgsspur. 3:2 hieß es am Samstag nach über zwei Stunden Spielzeit. Die Gäste aus Delbrück erwiesen sich als „dicker Brocken“, der völlig verdient einen Punkt aus Braunschweig entführte.

Die Ausgangsposition entbehrte nicht einer gewissen Brisanz, und das auf beiden Seiten: Delbrück mit dem Rücken zur Wand, Braunschweig mit Rückenwind aus der Partie in Warnemünde, aber mit fünf Niederlagen in Folge zuvor. Beide Teams konnten einen Erfolg gut gebrauchen, um sich Luft im Tabellenkeller zu verschaffen oder aber die Distanz auf jenen zu vergrößern.

Fast folgerichtig entwickelte sich eine offene Partie, die den Fans viel Spannung bot, den Trainern aber reichlich Kopfzerbrechen bereitete. Braunschweig gewann einmal mehr Satz eins, musste dafür aber viel mehr tun, als den Spielern von Trainer Weber lieb war. 25:23 hieß es am Ende für die Gastgeber, die vor allem im Aufschlag überzeugten.

Wie in vielen Spielen zuvor, konnten die Hausherren das Niveau aber nicht halten. Delbrücks Hauptangreifer Tobias Daniels war für Block und Feldabwehr der Löwenstädter kaum zu halten. Die Folge: 25:21 für die Gäste aus Westfalen.

Satz drei bis fünf waren nichts für schwache Nerven. Wiederum dank des besseren Aufschlags holten sich die Hausherren Satz drei mit 27:25. Delbrück gab sich keineswegs geschlagen, setzte die Braunschweiger Annahme unter Druck, so dass Alexander Abramov so viele Pässe auf Position vier spielen musste wie kaum in einer Partie zuvor. Delbrücks Block hatte beim 29:27 leichteres Spiel. Die Braunschweiger Angreifer taten ihr übriges, wenn die Bälle ein ums andere Mal im Aus landeten.

Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen, und da hatte Delbrück lange Zeit die besseren Karten. Erst bei 3:6 fand der Aufschlag der Gastgeber wieder die richtigen Ziele. Ausgleich, dann ein Spiel auf Messers Schneide. Glück für die Gastgeber, dass Delbück ausgerechnet in der entscheidenden Phase die Linie verlor, das riskante Spiel etwas überzog und sich Fehler einstellten. Die Bestrafung blieb nicht aus: 15:13 gewann Braunschweig den Satz und damit das offene Match.

„Am Ende haben kleine Fehler das Spiel entschieden“, analysierte Braunschweigs Coach Weber. Sein Team habe zwar kämpferisch überzeugt, sei aber in der Abwehr noch längst nicht auf dem gewünschten Niveau gewesen.

Die Vorbereitungen, um sich zu verbessern, sind derzeit allerdings gering. Schon am kommenden Samstag geht es in der Tunica-Halle gegen den Aufstiegskandidaten Giesen, der das Spitzenspiel gegen Mitteldeutschland glatt in drei Sätzen verlor und nun reichlich gefrustet nach Braunschweig fahren dürfte.

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